Moses meint…zum staatlichen Rassismus
Vor nicht allzu langer Zeit wurden im damaligen Apartheidstaat Südafrika dunkelhäutige Menschen von der Polizei erschlagen, wenn sie sich auf eine für „Weiße“ bestimmte Parkbank setzten oder für „Weiße“ vorgesehene Toiletten benutzten.
Die Welt war einhellig empört und am Ende siegte der Geist der Menschlichkeit und der Vernunft. Heute ist Südafrika, trotz aller Sabotageakte frustrierter europäischstämmiger Rassisten, eine blühende Demokratie. Man ist auf einem guten Weg und die Talente der lange Zeit unterdrückten und erniedrigten Menschen können sich endlich frei entfalten.
Ende gut, alles gut könnte man meinen, wenn sich ein paar tausend Kilometer weit entfernt nicht tagtäglich Szenen abspielen würden, die uns an die Dämonen der Vergangenheit erinnern.
In Ostdeutschland nämlich liegt die Sache so: Dort wird als fremdrassisg definierten Menschen zwar nicht verboten „weiße“ Toiletten zu benutzen, aber offenbar betrachten die „Eingeborenen“ das Land selbst als eine einzige große Toilette, auf der nur „Deutsche“ ihr Geschäft verrichten dürfen.
Dabei wird das „Deutschsein“ von ihnen nicht wie überall sonst auf der Welt über den Reisepass, sondern über irrationale Wahnideen wie „Abstammung“ oder „Blut“ definiert. Obwohl es schwer vorstellbar ist, wird dort eine Person nicht als Landsmann akzeptiert, obwohl die- oder derjenige sehr wohl den bundesrepublikanischen Pass besitzt und als Staatsbürger amtlich registriert ist.
Und das alles nur, weil diese Menschen dunkelhäutig sind oder einen türkischen Nachnamen tragen. In diesem Land kann man ganz leicht sein Leben aufs Spiel setzen, wenn man als afrikanischstämmiger Bürger eine als „deutsch“ oder „arisch“ definierte Frau anspricht.
Das musste ein Mitmensch namens Oury Jalloh schmerzlich erfahren.
Die Fakten legen nahe, dass man in einer solchen Situation ganz leicht aus fadenscheinigen Gründen von der Polizei festgenommen, drangsaliert, erniedrigt, an eine Matratze festgebunden und verbrannt werden kann. Diese Praxis ist offensichtlich Konsens in der ostelbischen Riesenkloschüssel und an einem Ort dieses Klosetts namens „Dessau“ klebt offensichtlich ganz besonders viel braune Scheiße.
Folgerichtig wurden die mutmaßlich verantwortlichen Polizeibeamten auch nicht wegen Rassismus und Mord verurteilt, sondern freigesprochen. Das ganz besondere fäkale Milieu scheint offenbar seine eigenen Gesetze hervorzubringen, die mit der Moral und dem Recht der restlichen Welt nicht unbedingt viel zu tun haben.
Aber man sollte sich dort nicht täuschen: Die Welt beobachtet Ostdeutschland sehr genau, man ist nicht länger bereit, von dort alles hinzunehmen und zu akzeptieren. Das Herkunftsland des Ermordeten, Sierra Leone, ist wachsam und schaut sehr genau auf die weitere Entwicklung. Es könnte gut sein, dass eine schwarze Hand bald die Klospülung bedient und dem Spuk ein Ende macht.
Moses T. Lindenklotz
10. Februar 2009 um 09:27
[...] Moses meint…zum staatlichen Rassismus « Sprengguertel [...]
10. Februar 2009 um 15:55
Meiner Meinung nach leben in Deutschland prozentual mehr Rassisten dunkler Hautfarbe in Deutschland, als Rassisten mit heller Hautfarbe. Sie haben leider hierfür gerade mal wieder ein leuchtendes Beispiel gegeben.
16. Februar 2009 um 13:22
Rassismus begann in deutschen Landen mit dem Biedermeier, dessen sonstiger Nachlass die Wasser-Toilette ist. Der hier verdrückte Anti-Rassismus ist somit ein post-biedermeierliches Produkt eines brandstifterlichen Biedermanns…